NordVPN gibt persönliche Daten an Behörden weiter

NordVPN gibt persönliche Daten an Behörden weiter

In einer aktualisierten Datenschutzerklärung schreibt NordVPN, dass persönliche Daten von Kunden unter bestimmten Bedingungen an Behörden weitergegeben werden.

In einer E-Mail an alle Kunden hat NordVPN auf eine aktualisierte Datenschutzerklärung (externer Link) hingewiesen, die am 01. Juli 2020 in Kraft tritt. Unter dem Punkt „Requests for Data“ (Anfragen von Daten) erklärt der Anbieter, dass Kundendaten unter gewissen Umständen an Behörden weitergegeben werden können.

NordVPN gibt Daten auf Anfrage weiter

NordVPN schreibt, dass sie nicht dazu verpflichtet seien, Logs oder andere persönliche Daten wie IP-Adressen von Kunden abzuspeichern, da der Hauptsitz in Panama ist. Trotzdem behält sich der Anbieter das Recht vor, bei einem Strafverfahren die beteiligten Behörden mit Kundendaten zu unterstützen, falls eine entsprechende Anfrage gestellt werden sollte.

Bei den übermittelten Daten handelt es sich beispielsweise um E-Mail-Adressen, Bezahlmethoden und gekaufte Produkte. Ebenfalls zeichnet NordVPN auf, aus welchem Land Käufe getätigt wurden. NordVPN schränkt ein, dass diese Daten nur herausgegeben werden, wenn sich mit ihnen Personen zweifelsfrei identifizieren lassen.

Damit gibt der Anbieter mehr oder weniger direkt zu, doch mehr Kundendaten zu speichern, als nach außen hin vorgegeben wird. Die meisten VPN-Anbieter antworten ebenfalls auf Anfragen von Strafverfolgungsbehörden, können aber keine Daten herausgeben, da sie schlicht nicht aufgezeichnet werden.

Bereits im Jahr 2018 ist NordVPN negativ aufgefallen: Auf der Plattform „8chan“ sind damals private Schlüssel des Anbieters aufgetaucht. Mit ihnen konnten Server betrieben werden, die nach außen hin wie legitime NordVPN-Dienste aussahen.

TIPP: Von uns persönlich getestete VPN-Anbieter findet ihr unter unserer entsprechenden Kategorie.

Passage der Datenschutzerklärung übersetzt

Da die Datenschutzerklärung von NordVPN nur in Englisch vorliegt, haben wir den entsprechenden Absatz „Requests for Data“ übersetzt.

Anfrage von Daten

Jede Anfrage von Daten sollte einem angemessenen Prozess folgen, um von den Gesetzen der Republik Panama beachtet zu werden. Da unser Firmensitz in Panama ist, sind wir dazu berechtigt, keine Logs von Benutzeraktivitäten aufzuzeichnen (keine IP-Adressen, Browser-Daten, Traffic-Informationen etc.). Deshalb sind wir nicht dazu in der Lage, Verbindungen zu einzelnen Person anhand einer spezifischen IP-Adresse oder anderen Informationen herzustellen, da wir diese nicht aufzeichnen. Dadurch ist es selbst bei einer rechtmäßigen Anfrage unter Umständen unmöglich, einzelne Personen zu identifizieren.

Falls wir bei einer rechtmäßigen Anfrage anhand der limitierten Daten, die wir aufzeichnen, dazu in der Lage sind, eine einzelne Person zu identifizieren, werden wir diese Informationen gemäß unserer Datenschutzerklärung weitergeben. Je nach Fall werden Daten wie E-Mail-Adressen, Kaufinformationen (Kaufdatum, Bezahlmethode und weitere Details), Abonnement-Laufzeiten, Verfallsdaten von Passwörtern und Länder, in denen die Registrierung vorgenommen wurde, weitergegeben.

Die komplette Datenschutzerklärung von NordVPN, die ausschließlich in Englisch vorliegt, findet ihr auf der Website des Anbieters (externer Link).

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