Openload offline – Auch Streamango down

Openload offline - Auch Streamango und Streamcherry down

Seit dem 31. Oktober ist der bekannte Filehoster Openload offline. Auch die dazugehörigen Seiten Streamango und Streamcherry sind nicht mehr zu erreichen. Die Anti-Piraterie Organisation ACE und die Betreiber der Dienste haben sich darauf geeinigt, die entsprechenden Internetseiten offline zu nehmen.

Werden die Webseiten von Openload, Streamango und Streamcherry aufgerufen, erscheint lediglich noch ein großer Hinweistext der „Alliance for Creativity and Entertainment“. Dieser sagt aus, dass der jeweilige Dienst aufgrund von Urheberrechtsverstößen nicht mehr verfügbar sei.

Openload offline: Online-Speicher für Videoinhalte

Openload ermöglichte den Benutzern, Videoinhalte hochzuladen und nach dem Upload über einen Link online wieder abspielbar zu machen. Mehrere Gigabyte große Videodateien in Full HD oder 4K wurden ohne Probleme akzeptiert. Der Dienst an sich ist völlig legal. Zumeist werden diese Angebote aber dazu verwendet, urheberrechtlich geschütztes Material ins Internet zu stellen.

Laut ACE wurden 72% der Inhalte, die 50 der illegalsten Streaming-Anbieter auf ihren Seiten verlinken, auf Openload gehostet. Die Hintermänner sollen mehr als 1000 Server in Deutschland, Frankreich, Rumänien und weiteren Ländern betrieben haben.

Openload generierte seit langer Zeit mehr Traffic als bekannte amerikanische Streaming-Anbieter wie HBO Go oder Hulu. Auch legale deutsche Angebote wie Joyn oder TV NOW können mit diesen Klickzahlen nicht mithalten. Täglich besuchten mehrere Millionen Benutzer Openload.

ACE Hinweistext: Die Website ist aufgrund von Copyright-Verstößen nicht mehr erreichbar
Dieser Hinweis erscheint, wenn die Seiten der entsprechenden Dienste aufgerufen werden

ACE: Zusammenschluss von Amazon, Disney & Co.

Bei der Organistation ACE (Alliance for Creativity and Entertainment) handelt es sich um einen Zusammenschluss von Filmstudios und Unterhaltungsunternehmen. Mitglieder sind unter anderem Amazon, Disney, HBO und Netflix.

ACE hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Gewinne aus urheberrechtlich geschütztem Material zu sichern. Die Organisation möchte also sicherstellen, dass Videoinhalte wie Filme und Serien nur auf autorisierten Plattformen abgespielt werden können.

Bei ACE handelt es sich demnach um keine staatliche Behörde, sondern um eine Koalition von Privatunternehmen.

Einigung durch Abmahnschreiben

Gerät eine Plattform ins Visier der Organisation, werden in der Regel streng formulierte Abmahnschreiben an die Betreiber geschickt. In diesen Schreiben wird darum gebeten, die entsprechenden Dienste offline zu nehmen und hohe Entschädigungssummen zu zahlen. Sollte sich der Betreiber weigern, werde es zu einer Anzeige und einem Gerichtsprozess kommen.

Unabhängig von den großen Umsätzen, die Betreiber von solchen Diensten generieren, ist es natürlich unmöglich, einen Gerichtsprozess gegen einen Zusammenschluss von Multi-Billionen-Unternehmen zu bestreiten, geschweige denn zu gewinnen. Deshalb ist klar, dass Openload offline ist und bleibt.

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ACE nimmt Filehoster ins Visier: Nicht nur Openload offline

In ihrer Pressemitteilung (externer Link) stellt ACE heraus, dass ihnen ein weiterer großer „Sieg“ gegen die unautorisierten Hoster von urheberrechtlich geschütztem Material gelungen sei. Die Organisation erklärt, dass die jeweiligen Betreiber dieser Plattformen jahrelang keine zufriedenstellenden Schritte unternommen hätten, den Upload von Copyright-geschützten Inhalten zu unterbinden.

ACE macht deutlich, dass sie weiterhin massiv gegen die Betreiber solcher Plattformen vorgehen wollen und erst „jetzt“ richtig damit begonnen haben. Bevor Openload offline gehen musste, wurden bereits Dienste wie Vader Streams und Dragon Box abgeschaltet.

Quellen: alliance4creativity (ACE), TorrentFreak, Eigenrecherche

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